Aquaplaning

Die Bezeichnung Aquaplaning benennt einen physikalischen Effekt, der ausschließlich auf nasser Fahrbahn mit einem stehenden Gewässer eintritt. Durch das Aquaplaning verliert der Fahrzeugreifen die Haftung zum Untergrund, da sich zwischen ihn und die Fahrbahn ein Wasserkeil schiebt. Der Effekt des Aufschwimmens sorgt dafür, dass das Fahrzeug über eine bestimmte Strecke nicht mehr lenkbar ist und gradlinig über das stehende Gewässer gleitet. Der Effekt ist sowohl im alltäglichen Straßenverkehr nach stärkeren Regenfällen ebenso wie im Rennsport zu entdecken und spielt auch bei Fahrten mit Karts auf regennasser Fahrbahn eine Rolle.

Auch wenn die Bezeichnung Aquaplaning erst seit wenigen Jahrzehnten verwendet wird, ist der Effekt weitaus länger bekannt. Grundsätzlich muss berücksichtigt werden, dass ein Fahrzeug unabhängig vom gegebenen Reifenprofil einen besseren  Grip auf trockenen Fahrbahnen besitzt und Regen, Schnee oder nasses Lauf den Reibungskoeffizienten zwischen Reifen und Fahrbahn ohnehin absenken. Dieser reduzierte Grip wird jedoch noch nicht als Aquaplaning bezeichnet, auch wenn durch ihn ein unsicheres Fahrgefühl entsteht. Als wesentliche Grundlage für den Effekt des Aquaplanings ist der sich vor dem Reifen aufbauende Wasserkeil, das zu verdrängende Wasser kann also nicht rechtzeitig zur Seite abfließen. Aus nachvollziehbaren Gründen ist der Effekt des Aquaplanings daher umso wahrscheinlicher, je höher die Geschwindigkeit des Fahrzeugs ist.

Ganz vermeiden lässt sich der Effekt des Aquaplanings nicht, allerdings begünstigen verschiedene Faktoren diesen Effekt. Neben der Geschwindigkeit spielt das Reifenprofil eine Rolle, ein zu großer Abrieb kann den Reibungskoeffizienten noch zusätzlich absenken und das Aquaplaning begünstigen. Auch der Reifendruck, die Breite des Pneus und das Fahrzeuggewicht spielen mit ein. Während im alltäglichen Straßenverkehr durch Absenkung der Geschwindigkeit ein drohendes Aquaplaning verhindert werden kann, gilt dies im Renn- und Kartsport aufgrund des Wettkampfscharakters nicht. Hier ist es an den Betreibern der Rennstrecken gelegen, Parcours anzulegen, in denen sich Niederschläge nicht in Pfützen auf der Strecke sammeln können und zum Aquaplaning führen.

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