Burn-Out

Der Begriff Burn-Out bezeichnet im Motorsport das Durchdrehen der Reifen, was im Regelfall vom Fahrer beabsichtigt wird. Das Phänomen des Burn-outs tritt dann auf, wenn der Fahrer Gas gibt und zeitgleich für die Abbremsung des Fahrzeugs sorgt. Hierdurch wird eine Energie auf den Antrieb übertragen, die diese allerdings nicht in eine Vorwärtsbewegung umsetzen kann. Die Reifen drehen somit auf der Stelle durch und geben dabei eine große Wärmeenergie ab, was sich durch rauchende Reifen bemerkbar macht. Da in zahlreichen Motorsportklassen das zeitgleiche Betätigen von Gas und Bremse möglich ist, tritt hier auch gelegentlich ein Burn-Out auf, der allerdings auch unbeabsichtigt sein kann.

Der absichtliche Burn-Out ist auf öffentlichen Straßen in Deutschland und vielen weiteren Nationen verboten. Grund hierfür ist vorrangig die starke Geräuschbelastung sowie der unangenehme Geruch, der durch den Abrieb der Reifen und ihre Hitzeentwicklung entsteht. Auch der Fahrer selbst dürfte kein Interesse an einem Burn-out haben, da durch den Abrieb der Reifen schneller verschleißt und an Profil verliert. Dieser Verschleiß gilt auch für die Kupplung und weitere Komponenten des Fahrzeugs, so dass eine Schädigung des Automobils absehbar ist. Ein ähnlicher Effekt, der allerdings keinen bewussten Burn-Out darstellt, ist das scharfe Abbremsen des Fahrzeugs bei hoher Geschwindigkeit, der ebenfalls für Abrieb und quietschende Bremsen sorgen kann.

Der Burn-Out kann sowohl im Stand als auch während der Fahrt eingeleitet werden, in letzterem Fall wird von Wheelspin gesprochen. Eingesetzt wird der Burn-Out vorrangig zu Showzwecken, beispielsweise bei Motorshows. Da hier die Begeisterung der Zuschauer und ein lautes Motorengeheul Teil des Programms ist, ist der Burn-Out als Effekt hier zu akzeptieren. Anders sieht dies jedoch im Straßenverkehr sowie im Motorsport aus, wo der Burn-Out sogar geahndet werden kann. Je nach Rennserie kann es zu einer Disqualifikation des Fahrers nach mehrfachem Burn-Out kommen, da diesem unterstellt wird, sein Fahrzeug nicht in angemessener Weise zu beherrschen.

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