Frühzündung

Der Begriff Frühzündung bezeichnet eine Eigenschaft beim Zündungsprozess, also beim Anlassen des Karts. Liegt eine Frühzündung vor, wird die Elektrode einer Zündkerze noch vor dem Moment durch den Zündfunken übersprungen, in welchem der Kolben des Zylinders seinen oberen Totpunkt erreicht hat. Der gegenteilige Begriff der Spätzündung ist geläufiger, im Kartsport ist eine Frühzündung jedoch nicht selten und kann variabel mit dem entsprechenden, technischen Geschick eingestellt werden.

Gerade im Kartsport und in anderen Rennserien kommt es auf hohe Drehzahlen zur Umsetzung einer hohen Leistung des Motors an. Auch die Geschwindigkeit des Kolbens im Zylinder steigt mit wachsenden Drehzahlen an, wodurch sich der Kolben schlimmstenfalls schon auf einer Abwärtsbewegung befindet, wenn dieser nach der Zündung seine optimale Leistung erst entfalten sollte. Aus diesem Grund ist es gerade im Rennsport üblich, den Zeitpunkt der Zündung vorzuverlegen und durch eine Frühzündung sicherzustellen, dass sich der Kolben noch nicht über den oberen Totpunkt bewegt hat. Der ideale Moment für den Höchstdruck im Kolben liebt kurz nach Überschreiten dieses Totpunkts vor, für die Einstellung des optimalen Zündmomentes ist daher ein entsprechendes Timing nötig.

Auch wenn sich die Frühzündung für die Kraftausnutzung im Kolben als vorteilhaft erweist, kann der Effekt das Gegenteil bewirken und den Motor schädigen. Genau dies tritt ein, wenn die Frühzündung zu stark nach vorne verlegt wird. Das Phänomen äußerst sich im Regelfall durch das Klopfen des Motors, was zu einem rasanten Verschleiß und schlimmstenfalls zu einem kompletten Motorschaden führen kann. Die Einstellung einer Frühzündung sollte somit von einem Fachmann vorgenommen werden, der bereits Erfahrung mit Verbrennungsmotoren besitzt und somit einschätzen kann, in welchen Bereich sich der beste Zeitpunkt für eine Frühzündung befindet.

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