Regenreifen

Regenreifen stellen eine besondere Form von Reifen im Kart- und Motorsport dar, die speziell für den Einsatz bei nassen Außenbedingungen konzipiert wurden. In den meisten Fahrzeugserien stellt sich vor oder während des Rennens ausschließlich die Frage, ob auf Regenreifen oder klassische Pneus für trockene Außenbedingungen zurückgegriffen werden soll. Als dritte Alternative kommen je nach Fahrzeug noch sogenannte Slicks zum Einsatz, die vielfach als Wahl für eine leicht feuchte Fahrbahn bevorzugt werden. Regenreifen zeichnen sich im Vergleich zu Slicks und anderen Reifenmodellen durch ein eher tiefes und ausgeprägtes Profil auf, mit dessen Hilfe auch bei widrigen Außenbedingungen eine gute Haftung auf der Fahrbahn sichergestellt werden soll.

Verglichen mit anderen Reifenmodellen verfügen Regenreifen über eine sehr weiche Mischung des Gummis. Das tiefe Profil der Regenreifen, das zudem eine markante Form besitzt, hilft bei der Abruhr von Regenwasser auf der Fahrbahn, um schnellstmöglich Grip zu gewinnen und Effekte des Aquaplanings zu vermeiden. Wesentlich für die Regenreifen ist es, dass ihre Form weiterhin ein Fahren bei verhältnismäßig hohen Geschwindigkeiten ermöglicht. Dies stellt einen Unterschied zu Slicks dar, die zwar mit einer gewissen Nässe der Fahrbahn zurechtkommen, hierbei vom Fahrer allerdings eine begrenzte Geschwindigkeit verlangen.

So sehr Regenreifen eine sinnvolle Wahl für eine nasse Fahrbahn darstellen, zeigt sich ihr Einsatz schnell als negativ, wenn die Strecke wieder abtrocknet. In diesem Zustand unterliegen die Reifen einem überaus schnellen Verschleiß, weshalb im professionellen Motorsport bei einem Umschwung der äußeren Bedingungen sehr zeitnah wieder auf eine andere Bereifung gewechselt wird. Die Wahl von Regenreifen ist nahezu in allen Motorsportarten etabliert, hat sich in dieser Form im alltäglichen Straßenverkehr jedoch nicht durchgesetzt. Hier wird hingegen zwischen Sommer- und Winterreifen unterschieden, zudem stellen Allwetterreifen eine Zwischenlösung dar. Ein Vergleich zwischen Winter- und Regenreifen ist nicht angebracht, da erstere z. B. nicht für ein Fahren mit extrem hohen Geschwindigkeiten konzipiert werden und verstärkt auf glatte und vereiste Flächen eingehen.

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