Rundenzeiten

Man muss ja nicht gleich Rundenzeit wie die Großen schaffen: 1 Stunde 8.7 Minuten mit einem Mc Laren auf dem Hockenheimring oder unglaubliche 7.28 Minuten (ebenfalls Mc Laren) auf der Nordschleife. Trotzdem steht fest: Die Rundenzeiten machten den Hauptunterschied. Weltberühmte, internationale Fahrer bestätigen in Interviews klipp und klar, dass bereits die Vorläufe Aufschluss über die Fahrerfähigkeiten geben. Als weiteres Feature werden die Reifen gewertet. Einige Fahrer schwören auf Bridgestone-Reifen oder Dunlop, andere bevorzugen ART-Aprilia, Maxxis oder Vega bevorzugen, weil diese bei Kälte besser liegen sollen. Unbestreitbar ist, dass die richtigen Reifen für schnellere Rundenzeiten sorgen. Grip und Luftdruck müssen stimmen, der Verschleiß darf nicht zu hoch sein. Modernste Zeitabnahmesysteme helfen den Racern, ihre eigenen Rundenzeiten besser einzuschätzen und täglich zu optimieren. Elektronische Zeitmessungen ebenfalls in den Wagen können Fragen lösen, mit welcher Geschwindigkeit scharfe Kurven angefahren werden sollen oder zu welchem Zeitpunkt heraufgeschaltet oder heruntergeschaltet werden sollte. Zudem werden Videoaufnahmen gefertigt, die gleichermaßen die Wetterbedingungen in die Kalkulationen einbeziehen.

Pole Setter ist übrigens der Fahrer mit der besten Trainingszeit. Mit Fahrertraining wird die Fahrtechnik verbessert. Ziel ist es, die Konkurrenz hinter sich zu lassen. Da Meister nicht vom Himmel fallen, heißt es auch hier wieder: trainieren, trainieren und nochmals trainieren. Erfahrene Fahrtrainer haben für ihre Schützlinge viele Tipps bereit, um die Rundenzeiten zu verbessern: Rutschen muss minimiert werden, man lernt, auf seine Reifen zu hören und gleichzeitig die Drehzahl im Auge zu behalten. Regennasse Strecken stellen eine Herausforderung an jeden Kartfahrer dar. Hier spüren die Fahrer schnell, wie gut die Bodenhaftung („Grip“) ihres Karts ist und möglicherweise das Rennen entscheidet. Kartreifen stellen eines der wichtigsten Ausstattungsfeatures dar. Auch hierunter können Rundenzeiten leiden.

Um Rundenzeiten zu verbessern, raten erfahrene Trainer, zuerst einmal das Fahrkönnen selbst zu verbessern und damit möglichst früh zu beginnen. Ebenso muss ausreichende Fitness sichergestellt sein und Basiswissen aufgebaut werden, um den Kart entsprechend einstellen zu können, da sich Grip, Luftfeuchtigkeit und Temperatur ständig verändern. Rennen sollten konstant fehlerhaft und mental stark bestritten werden. Alle Trainings- und Rennerfahrungen sollten im einem Logbuch festgehalten werden. Über allem steht jedoch, dass Kartfahren Leidenschaft und Spaß bedeutet; Ziele müssen gesetzt werden, neue Ideen, Erkenntnisse und Orientationen gehören ständig dazu.

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