Trockenreifen

Als Trockenreifen werden im Rennsport die gängigsten Reifenmodelle bezeichnet, die bei trockenem Wetter zum Einsatz gebracht werden. Als Alternativen zu Trockenreifen bieten sich Slicks bei einer leicht feuchten Fahrbahn sowie Regenreifen für echte Niederschläge an. Trockenreifen sind dabei nicht mit Sommerreifen zu verwechseln, wie sie bei Fahrzeugen im Alltag zum Einsatz kommen. Klassische Sommerreifen sind auch auf eine nasse Fahrbahn eingestellt, während Trockenreifen in ihrer Performance ausschließlich auf eine rein trockene Fahrbahn angewiesen sind. Wie bei allen Modellen gibt es auch hier unterschiedliche Reifenmischungen, mit denen auf die jeweilige Rennstrecke eingegangen werden kann.

Im Vergleich zu Regenreifen benötigen Trockenreifen kein übermäßig tiefes Profil, da sich die Fahrbahn durch ihren trockenen Zustand als positiv auf den Grip, also die Haftung auf der Rennstrecke auswirkt. Neben der Materialwahl für Trockenreifen und der Art des Profils spielen der Reifendruck und der fortwährende Verschleiß eine Rolle, wie gut der Fahrer seine Motorleistung auf die Rennstrecke bringen kann. Da die Qualität des Reifens im fortlaufenden Rennen abnimmt, ist bei größeren Rennserien mit einer langen Laufzeit der Reifenwechsel des Rennens etabliert. Die Abstimmung des Boxenstopps gehört dabei zur Renntaktik, kann jedoch auch überraschend nötig werden, z. B. beim Wechsel der Trockenreifen auf Regenreifen.

Welche Trockenreifen zum Einsatz gebracht werden, ist individuell vor dem Rennen zu entscheiden und lässt die tagesaktuellen Außenbedingungen mit einfließen. In Rennserien wie der Formel 1 stehen dem einzelnen Fahrer bis zu sieben Sets Trockenreifen zur Verfügung, aus denen er sich das passende Modell für das anstehende Rennen bzw. ein Qualifying aussuchen kann. Im Kartsport ist die Auswahl während eines Wettbewerbs nicht so groß, stattdessen ist hier eine zentrale Ausgabe der Reifen etabliert. Unabhängig hiervon werden natürlich auch für diese Fahrzeugklasse Regen- und Trockenreifen produziert, deren Unterschiede sich beim Rennen unter freiem Himmel schnell herausstellen.

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