Übersetzungsverhältnis

Als Übersetzungsverhältnis wird ein physikalischer Messwert bezeichnet, die eine Relation zwischen zwei wirkenden Kräften oder allgemein zwei gleichartig gelagerten Größen angibt. Durch das Übersetzungsverhältnis wird ausgedrückt, in welchem Maße sich die physikalische Eigenschaft eines ersten Objekts auf ein zweites Objekt auswirkt. Im Falle der Kraft geht es also darum, ob die Kraftübertragung von einem Objekt auf das nächste mit einem möglichst geringen Verlust gelingt. Ein Übersetzungsverhältnis von 100 % ist in der Praxis nicht umzusetzen, da immer durch Reibungseffekte und ähnliche, physikalische Kräfte mit einem Verlust der ursprünglichen Kraft oder Wirkung zu rechnen ist.

Eine spezielle Bedeutung hat der Begriff Übersetzungsverhältnis im Motorsport bzw. allgemein in der Automobiltechnik. In diesem Fall sagt die Verhältniszahl etwas darüber aus, in welchem Umfang die Motorleistung auf den Antrieb des Fahrzeugs wirkt. Während die Kraft eines Motors im Vorfeld durch dessen Hubraum abgeschätzt werden kann, ist durch dessen Leistung nicht sichergestellt, dass eine optimale Übersetzung auf die Antriebsachse und somit die Räder des Fahrzeugs wirken kann. Im Wesentlichen spielen hierbei die physikalischen Eigenschaften der Antriebswelle sowie die technischen Einstellungen des Fahrzeugs eine Rolle, ebenso wenig ist die Qualität, der Luftdruck sowie das Profil der Reifen mit ihrem Grip auf der Fahrbahn für das Übersetzungsverhältnis zu unterschätzen.

Das Übersetzungsverhältnis kann nicht nur für das gesamte Fahrzeug betrachtet werden, sondern für jede einzelne Komponente. Dies kann soweit führen, dass die Kraftübertragung jedes einzelnen Zahnrads auf den Prüfstand gestellt wird und durch den Verlust der optimalen Übersetzung auf den Verschleiß der einzelnen Bauteile geschlossen werden kann. Das Übersetzungsverhältnis sollte dabei nicht mit der generellen Motorleistung oder der Antriebskraft verwechselt werden. Selbst wenn es zu einer fast optimalen Übersetzung des Motors auf die Antriebswelle kommt, kann bereits zuvor der Motor von einem Verschleiß seiner Einzelteile betroffen sein und eine schlechte Ausgangsleistung als gewünscht ins gesamte Antriebssystem einbringen.

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