Zündfunke

Der Zündfunke stellt den auslösenden Moment eines Verbrennungsprozesses in einem Ottomotor dar. Der Zündfunke wird von der Zündkerze gegeben und sorgt dafür, dass das in den Zylinder eingeleitete Gas-Treibstoff-Gemisch entzündet wird. Durch die freiwerdende Energie wird Arbeit am Kolben verrichtet, die an den Antrieb weitergegeben wird und so für die Beschleunigung des Fahrzeugs sorgt. Die Ausnutzung des initialisierenden Zündfunkens ist ausschließlich bei Ottomotoren unabhängig von ihrer Taktung nötig, nicht jedoch bei Dieselmotoren. Bei diesen ist das Gemisch aus Diesel und Luft selbstentzündlich, so dass keinerlei externe Technik für den Zündfunken sorgen muss.

Die Zündkerze ist in jedem Kolben des Fahrzeugs angebracht und dabei ein elektrotechnisches Bauteil. Wesentlicher Bestandteil sind zwei Elektroden, zwischen denen je nach Taktung des Motors im richtigen Moment ein Zündfunke ausgelöst wird und somit die Entzündung des Gemisches stattfindet. Der Zündfunke wird dabei nicht exakt im Moment eines Taktbeginns bzw. am oberen Totpunkt des Kolbens gegeben, sondern bereits kurz vorher. Hierdurch lässt sich gewährleisten, dass die Entzündung des Gemisches in dem Moment erfolgt, in dem diese das größtmögliche Energiepotenzial entwickeln kann. Wäre dies erst im Moment des oberen Totpunktes der Fall, würde sich der Kolben im Moment der Zündung bereits in seiner Abwärtsbewegung befinden.

Pauschal kann nicht gesagt werden, wann der Zündfunke idealerweise zu geben ist. Die sogenannte Vorzündung vor Erreichen des oberen Totpunkts durch den Kolben ist zwar eine sachliche korrekte Angabe, die individuell richtige Einstellung ist dennoch an den jeweiligen Motor anzupassen. Da es im Laufe der Monate und Jahre zu einem Verschleiß sämtlicher Komponenten im Motorraum kommt, kann sich der ideale Zündmoment auch verschieben. Letztlich altern auch die Zündkerzen, so dass schlimmstenfalls der Zündfunke in einem Zylinder ausbleibt und den Kolben nicht mehr antreiben kann. Das Auswechseln der Zündkerzen gehört als Wartungsmaßnahme zu den häufigsten Eingriffen an einem Motor und wird im privaten Bereich wie im Motorsport häufiger durchgeführt.

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